
Fünf für den Flughafen: von links, Plauens
Oberbürgermeister Ralf Oberdorfer, der Hofer Landrat
Bernd Hering, Staatssekretärin Katja Hessel, der Hofer
OB Harald Fichtner und der Wunsiedler Landrat Karl
Döhler.
Von Harald Werder
Hof -
Es ist ein Tag der Eintracht am Flughafen
Hof-Plauen. Die Modernisierung, Teil eins, ist
abgeschlossen, der City-Airport, wie er neuerdings auch
heißt, hat wieder einen Standard erreicht, der diesen
Namen rechtfertigt. "Heute ist kein Tag, um nachzukarten",
sagt der Hofer Landrat Bernd Hering. Kein Wort mehr über
"Plan A", den Ausbau, mehr, keine Spitzen gegen
übergeordnete Behörden.
Katja Hessel, die Staatssekretärin
aus dem bayerischen Wirtschaftsministerium fühlt sich in
diesem diplomatischen Parcours wohl. Ihre Rede kommt an
als Aufmunterung , und als vorbeugende Verteidigung
gegen etwaige Anfeindungen. Hessel weiß offenbar vom
Stachel des Neins gegen den Ausbau. Aber heute beschwört
sie die Stärken dieses "unverzichtbaren Flughafens", der
für Hochfranken und die sächsischen Nachbarn so
attraktiv ist, der ansässigen Unternehmen das Bleiben
erleichtert und andere zum Kommen verlocken kann.
Dass dies die Argumente der Region
waren, die man im Kampf um die große Lösung in die
Waagschale warf, das ist in dieser Feierstunde
vergessen. Nur einmal spricht Hessel, wohl
versehentlich, vom "Ausbauvorhaben", das man in Hof so
engagiert vorangetrieben hat. Die Staatssekretärin der
Liberalen spannt den Bogen weiter, bis runter nach
München. Denn dort habe man sich stark gemacht für
Hochfranken. Hessel huscht kurz über den "Plan A", aus
dem sei ja nun nichts geworden, aber das sei kein Grund
zur Klage. Denn die 20 Millionen Euro Differenz aus A
minus B seien schließlich fast dort geblieben, wo sie
landen sollten - in Schulen in und um Hof, im
Zuliefererpark in Hof, in der Hofer Freiheitshalle.
Nicht zu vergessen: "Der Freistaat hat bisher 18,6
Millionen Euro Zuschüsse in den Flughafen gesteckt." Und
dies, sagt die Staatssekretärin, gepaart mit der nun
wieder gesicherten Linie nach Frankfurt, sei wieder ein
Stück Weg in Richtung Chancengleichheit mit den
Ballungszentren. Und auch wenn der bayerische
Landesentwicklungsplan nicht bei jedem gelitten sei -
"Der Flughafen ist ein Stück davon".
Lob fürs Luftamt
Der Hofer Oberbürgermeister Harald
Fichtner ist weit davon entfernt, dies anders zu sehen.
Das Ministerium hat den Plan "großzügig unterstützt",
ihm sei die Sicherung der Frankfurt-Linie mit Cirrus-Air
geschuldet und das Luftamt, vor noch nicht allzu langer
Zeit als Hemmschuh und Bremser beim Ausbau im
Kreuzfeuer, ist bei Fichtner heute ein "engagierter
Dienstleister.
Diese Kooperation von Wirtschaft,
den Landkreisen Hof, Wunsiedel und Vogtland, der Städte
Plauen und Hof, der Wirtschaft und dem Ministerium, die
hat es laut Fichtner weit gebracht. "Dieser
modernisierte Flughafen ist das Hofer Tor zur Welt."
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