1.  Dezember 2009

 

"Plan B" als erste Wahl

 

Fünf für den Flughafen: von links, Plauens Oberbürgermeister Ralf Oberdorfer, der Hofer Landrat Bernd Hering, Staatssekretärin Katja Hessel, der Hofer OB Harald Fichtner und der Wunsiedler Landrat Karl Döhler.

 

Von Harald Werder

Hof - Es ist ein Tag der Eintracht am Flughafen Hof-Plauen. Die Modernisierung, Teil eins, ist abgeschlossen, der City-Airport, wie er neuerdings auch heißt, hat wieder einen Standard erreicht, der diesen Namen rechtfertigt. "Heute ist kein Tag, um nachzukarten", sagt der Hofer Landrat Bernd Hering. Kein Wort mehr über "Plan A", den Ausbau, mehr, keine Spitzen gegen übergeordnete Behörden.

Katja Hessel, die Staatssekretärin aus dem bayerischen Wirtschaftsministerium fühlt sich in diesem diplomatischen Parcours wohl. Ihre Rede kommt an als Aufmunterung , und als vorbeugende Verteidigung gegen etwaige Anfeindungen. Hessel weiß offenbar vom Stachel des Neins gegen den Ausbau. Aber heute beschwört sie die Stärken dieses "unverzichtbaren Flughafens", der für Hochfranken und die sächsischen Nachbarn so attraktiv ist, der ansässigen Unternehmen das Bleiben erleichtert und andere zum Kommen verlocken kann.

Dass dies die Argumente der Region waren, die man im Kampf um die große Lösung in die Waagschale warf, das ist in dieser Feierstunde vergessen. Nur einmal spricht Hessel, wohl versehentlich, vom "Ausbauvorhaben", das man in Hof so engagiert vorangetrieben hat. Die Staatssekretärin der Liberalen spannt den Bogen weiter, bis runter nach München. Denn dort habe man sich stark gemacht für Hochfranken. Hessel huscht kurz über den "Plan A", aus dem sei ja nun nichts geworden, aber das sei kein Grund zur Klage. Denn die 20 Millionen Euro Differenz aus A minus B seien schließlich fast dort geblieben, wo sie landen sollten - in Schulen in und um Hof, im Zuliefererpark in Hof, in der Hofer Freiheitshalle. Nicht zu vergessen: "Der Freistaat hat bisher 18,6 Millionen Euro Zuschüsse in den Flughafen gesteckt." Und dies, sagt die Staatssekretärin, gepaart mit der nun wieder gesicherten Linie nach Frankfurt, sei wieder ein Stück Weg in Richtung Chancengleichheit mit den Ballungszentren. Und auch wenn der bayerische Landesentwicklungsplan nicht bei jedem gelitten sei - "Der Flughafen ist ein Stück davon".

Lob fürs Luftamt

Der Hofer Oberbürgermeister Harald Fichtner ist weit davon entfernt, dies anders zu sehen. Das Ministerium hat den Plan "großzügig unterstützt", ihm sei die Sicherung der Frankfurt-Linie mit Cirrus-Air geschuldet und das Luftamt, vor noch nicht allzu langer Zeit als Hemmschuh und Bremser beim Ausbau im Kreuzfeuer, ist bei Fichtner heute ein "engagierter Dienstleister.

Diese Kooperation von Wirtschaft, den Landkreisen Hof, Wunsiedel und Vogtland, der Städte Plauen und Hof, der Wirtschaft und dem Ministerium, die hat es laut Fichtner weit gebracht. "Dieser modernisierte Flughafen ist das Hofer Tor zur Welt."

 

 

 

Pressemitteilungen Quelle: Frankenpost Online (www.frankenpost.de)

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Flughafen Hof-Plauen