| Von Kerstin Dolde
Hof -
Nach dem Besuch des Bayerischen Finanzministers Georg
Fahrenschon zieht der Hofer Wirtschaftsförderer Klaus-Jochen
Weidner eine positive Bilanz. "Fahrenschon hat sich am Freitag
sehr viel Zeit gelassen, er hat erst gegen 21 Uhr den Flughafen
verlassen", berichtet Weidner.
Hier hatte Weidner die Gäste - darunter Landtagsabgeordneter
Alexander König und Thomas Engel von der Regierung von
Oberfranken - hinauf in den Tower geführt. Seniorchef Christian
Otto-Wolf vom Reisebüro Otto erklärte dabei dem Finanzminister
die kurzen Wege für die Passagiere. "Wir haben deutlich gemacht,
wie wichtig der Flughafen für die Geschäftsleute der Region ist.
Ohne den Flughafen geht es eben nicht", betont Weidner. Der
Anschluss zum Drehkreuz Frankfurt sei wichtig; pro Flug säßen im
Durchschnitt 13 Geschäftsleute im Flieger. Der Finanzminister
habe nach diesen Ausführungen seine Unterstützung auch nach dem
1. April 2010 zugesagt.
Noch bis zum 12. August läuft die Ausschreibung für die
Fluglinie. Beim ersten Mal gab es keine Bewerber für die
Frankfurt-Linie vom Frühjahr 2010 an. "Wir mussten deshalb ein
zweites Mal ausschreiben", verrät Weidner, der zugleich
Flughafen-Geschäftsführer ist.
Alexander König hatte bereits am Freitag im Tower bekräftigt,
dass er den Freistaat in der Verpflichtung sieht die
Infrastruktur am Flughafen aufrecht zu erhalten. "Die
Gebietskörperschaften schaffen das alleine nicht. Die
Verpflichtung liegt beim Wirtschaftsminister", sagt König. Er
lobte Fahrenschon als sehr sachkundig.
"Der Besuchsmarathon vom Freitag war eine optimale
Gelegenheit, dem neuen Finanzminister die Stärken Hochfrankens
zu präsentieren", betont auch Bundestagsabgeordneter Hans-Peter
Friedrich. Er war mit Fahrenschon in der Region Hochfranken
unterwegs. "Nachdem er die hiesigen Unternehmen mit ihrer
internationalen Ausrichtung gesehen hat, war ihm auch klar, dass
es ohne die Fluglinie nach Frankfurt nicht geht", zieht
Friedrich weiter Bilanz.
"Das Programm war sehr dicht gestrickt, dennoch hat sich der
Minister sehr viel Zeit gelassen", erklärt Friedrich. Er wertet
das als gutes Zeichen.
In der Tat hatte der Minister ein dichtes Programm: Nach
Besuchen zweier Betriebe in Wunsiedel und Oberkotzau verschaffte
sich Fahrenschon Einblicke in den Logistikstandort. Ausgiebig
nahm er sich Zeit, um sich über Dachser zu informieren. Diese
Spedition fährt von Hof aus internationale Ziele an. Wir haben
zudem bekräftigt, dass das Container-Terminal sowie die gesamte
Logistik innerhalb Bayerns und der Metropolregion Nürnberg einen
hohnen Anspruch hat", erklärt Weidner. Der Minister habe viele
detaillierte Fragen gestellt.
Auch im Zulieferpark mit dem Technikum machte der Minister
Station und sah sich bei einem Rundgang um. Hier soll es noch in
diesem Jahr an den zweiten Bauabschnitt des Zulieferparks gehen.
Das Geld stehe in einem Sonderhaushalt parat; es wurde - wie
berichtet - durch den "Plan B" des Flughafens frei. Derzeit
prüfe die Regierung von Oberfranken den Zuschussantrag, betont
der Wirtschaftsförderer. |