03.  August 2009

 

"Ohne den Flughafen geht es eben nicht"

 

Fluglotse Horst Börder (vorne), erklärt Minister Fahrenschon (rechts) im Tower de Flughafens Hof-Plauen einige technische Details. Mit auf dem Foto zu sehen sind Christian Otto-Wolf vom Reisebüro Otto, Thomas Engel von der Regierung von Oberfranken, Landtagsabgeordneter Alexander König und Wirtschaftsförderer Klaus-Jochen Weidner (von links). Foto: Sammer

 
Von Kerstin Dolde

Hof - Nach dem Besuch des Bayerischen Finanzministers Georg Fahrenschon zieht der Hofer Wirtschaftsförderer Klaus-Jochen Weidner eine positive Bilanz. "Fahrenschon hat sich am Freitag sehr viel Zeit gelassen, er hat erst gegen 21 Uhr den Flughafen verlassen", berichtet Weidner.

Hier hatte Weidner die Gäste - darunter Landtagsabgeordneter Alexander König und Thomas Engel von der Regierung von Oberfranken - hinauf in den Tower geführt. Seniorchef Christian Otto-Wolf vom Reisebüro Otto erklärte dabei dem Finanzminister die kurzen Wege für die Passagiere. "Wir haben deutlich gemacht, wie wichtig der Flughafen für die Geschäftsleute der Region ist. Ohne den Flughafen geht es eben nicht", betont Weidner. Der Anschluss zum Drehkreuz Frankfurt sei wichtig; pro Flug säßen im Durchschnitt 13 Geschäftsleute im Flieger. Der Finanzminister habe nach diesen Ausführungen seine Unterstützung auch nach dem 1. April 2010 zugesagt.

Noch bis zum 12. August läuft die Ausschreibung für die Fluglinie. Beim ersten Mal gab es keine Bewerber für die Frankfurt-Linie vom Frühjahr 2010 an. "Wir mussten deshalb ein zweites Mal ausschreiben", verrät Weidner, der zugleich Flughafen-Geschäftsführer ist.

Alexander König hatte bereits am Freitag im Tower bekräftigt, dass er den Freistaat in der Verpflichtung sieht die Infrastruktur am Flughafen aufrecht zu erhalten. "Die Gebietskörperschaften schaffen das alleine nicht. Die Verpflichtung liegt beim Wirtschaftsminister", sagt König. Er lobte Fahrenschon als sehr sachkundig.

"Der Besuchsmarathon vom Freitag war eine optimale Gelegenheit, dem neuen Finanzminister die Stärken Hochfrankens zu präsentieren", betont auch Bundestagsabgeordneter Hans-Peter Friedrich. Er war mit Fahrenschon in der Region Hochfranken unterwegs. "Nachdem er die hiesigen Unternehmen mit ihrer internationalen Ausrichtung gesehen hat, war ihm auch klar, dass es ohne die Fluglinie nach Frankfurt nicht geht", zieht Friedrich weiter Bilanz.

"Das Programm war sehr dicht gestrickt, dennoch hat sich der Minister sehr viel Zeit gelassen", erklärt Friedrich. Er wertet das als gutes Zeichen.

In der Tat hatte der Minister ein dichtes Programm: Nach Besuchen zweier Betriebe in Wunsiedel und Oberkotzau verschaffte sich Fahrenschon Einblicke in den Logistikstandort. Ausgiebig nahm er sich Zeit, um sich über Dachser zu informieren. Diese Spedition fährt von Hof aus internationale Ziele an. Wir haben zudem bekräftigt, dass das Container-Terminal sowie die gesamte Logistik innerhalb Bayerns und der Metropolregion Nürnberg einen hohnen Anspruch hat", erklärt Weidner. Der Minister habe viele detaillierte Fragen gestellt.

Auch im Zulieferpark mit dem Technikum machte der Minister Station und sah sich bei einem Rundgang um. Hier soll es noch in diesem Jahr an den zweiten Bauabschnitt des Zulieferparks gehen. Das Geld stehe in einem Sonderhaushalt parat; es wurde - wie berichtet - durch den "Plan B" des Flughafens frei. Derzeit prüfe die Regierung von Oberfranken den Zuschussantrag, betont der Wirtschaftsförderer.

Pressemitteilungen Quelle: Frankenpost Online (www.frankenpost.de)

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Flughafen Hof-Plauen