10.  Juli 2009

 

Ein klares Ja zum Flughafen Hof

 

Pressegespräche | Der Chef des Bundestags-Verkehrsausschusses erkennt eine immer größere Bedeutung der regionalen Airports. Auf der Schiene sind die Nord-Süd-Verkehrsachsen hoffnungslos überlastet.
Von Thomas Hanel und Herbert Scharf

Hof / Marktredwitz - Der Vorsitzende des Bundestags-Verkehrsausschusses, Dr. Klaus Lippold (CDU), hat gestern bei Pressegesprächen in Hof und Marktredwitz mit Nachdruck auf die wachsende Bedeutung von Regionalflughäfen wie dem Airport Hof-Plauen hingewiesen und zugesagt, die Bemühungen um die volle Elektrifizierung der Bahnstrecke Dresden-Plauen-Hof-Marktredwitz-Regensburg zu unterstützen.

Zur Zukunft des Flugplatzes Hof-Plauen erklärte Lippold in Hof, solche Airports würden deshalb wichtiger, weil der Verkehr allgemein stark zunehme und Osteuropa ein immer interessanterer Handelspartner werde. Zudem böten sie zusätzliche Jobs. "In Hof gibt es sehr gute Ansätze, das ist aller Ehren wert", lobte Lippold.

Auf die Frage, weshalb der Flughafen Kassel-Calden ausgebaut werde, der Flughafen Hof aber nicht, obwohl sich beide Projekte samt der Prognosen aufs Haar gleichen, antwortete der Offenbacher Lippold: "In Hessen liegt das am Ministerpräsidenten Koch, der das will, und an der Unions-Bundestagsgruppe, die das will. Man muss auch Verbündete finden, und dazu gehört das Gespräch über Parteigrenzen hinweg."

Der Hofer CSU-Bundestagsabgeordnete und stellvertretende Unions-Fraktionschef Dr. Hans-Peter Friedrich sprach sich dafür aus, die Verkehrssysteme zu vernetzten: Hochfranken könnte den Flughafen Karlsbad mit seinen guten Flugverbindungen nach Osteuropa nutzen, umgekehrt sei die Region Karlsbad sehr an der Linie Hof-Frankfurt interessiert. Sinnvoll könnte hier der Einsatz von Shuttle-Bussen sein.

Die beiden Hofer Flughafen-Geschäftsführer Klaus-Jochen Weidner und Hermann Seiferth wiesen darauf hin, dass momentan die Sicherung der Fluglinie Hof-Frankfurt vorrangig sei. Der Vertrag mit der Lufthansa laufe Ende März 2010 aus, die Frist für Bewerbungen bereits am 12. August.

Der Hofer Reise-Unternehmer Maximilian Otto-Wolf, Mitglied der Wirtschaftsbeteiligungsgesellschaft in der Flughafen-GmbH, widersprach Bayerns Wirtschaftsminister Martin Zeil, der in einem Frankenpost-Interview erklärt hatte, die Passagierzahlen auf der Linie seien von 2007 auf 2008 zwischen 20 und 25 Prozent gesunken. "Das ist falsch", sagte Otto-Wolf. "Wir haben nur zwölf Prozent minus und uns damit hervorragend geschlagen. Im innerdeutschen Flugverkehr insgesamt beträgt der Rückgang volle 50 Prozent."

In Marktredwitz wies Friedrich darauf hin, dass die beiden bisherigen Nord-Süd-Verkehrsachsen hoffnungslos überlastet seien. Deshalb biete sich eine dritte Verkehrsachse auf der Schiene von Hamburg über Marktredwitz zum Hafen Triest, östlich vorbei an den Alpen, geradezu an. Allerdings dränge hier die Zeit, weil es auch andere Bewerber gebe. In den Häfen stauten sich die Container, deshalb sei die Verlagerung auf die Schiene das Gebot der Stunde. Logistik stehe nicht nur für den Transport von Waren, sondern auch für Arbeitsplätze. Daher sei die Elektrifizierung nach Nürnberg und Regensburg notwendig.

 

Pressemitteilungen Quelle: Frankenpost Online (www.frankenpost.de)

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Flughafen Hof-Plauen